Meine Reise

Hier wird Frau Mohr in den kommenden Tagen über Ihre Erlebnisse berichten:

Sonntag, 30.09.2018

Anreise.

Heute morgen bin ich mit 12 anderen Azubis in Koblenz am Hauptbahnhof gestartet. Nach ganzen 8 Stunden Zugfahrt, in der wir viel Zeit hatten uns alle besser kennenzulernen, kamen wir endlich in Wien an. Wir wurden am Hauptbahnhof abgeholt und sind mit einem Bus zu unserem Hotel gefahren worden. Da es schon spät war, als wir im Hotel ankamen, haben wir noch zusammen gegessen und sind dann auch müde ins Bett gefallen. Ich bin schon sehr gespannt auf den morgigen Tag und werde euch berichten!

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Montag, 01.10.2018

Mein erster Arbeitstag bei der “L. Heiner Hofzuckerbäckerei“.

Nach einem holprigen Start in den Tag wurde ich in meinem Praktikumsbetrieb herzlich empfangen.
Nach einer kurzen Rundführung und Vorstellrunde wurde ich direkt eingespannt.
Ich durfte helfen die Torten zu verpacken.
Danach haben wir eine laktosefreie Himbeersahnetorte und Erdbeerschnitten hergestellt.
Zuletzt habe ich noch ein paar Sachen für den nächsten Tag vorbereitet.
Den Abend habe ich genutzt um Wien auf eigene Faust zu erkunden und zum
Abschluss ein leckeres Stück Torte in der “Sluka Konditorei” genossen.

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Dienstag, 02.10.2018

An meinem zweiten Praktikumstag durfte ich direkt schon bei der Herstellung der Torten helfen. Als erstes haben wir eine Esterhàzy-Torte hergestellt (siehe Foto). Die Esterhàzy-Torte wurde benannt nach dem Diplomaten Paul III Anton Esterhàzy. Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Budapester Konditoren kreiert und hielt sehr bald Einzug in die Wiener Mehlspeisenküche. Bei der Torte handelt es sich um eine Crèmetorte, die aus Nuss-Baiser-Böden und Vanilleobers besteht.

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Danach haben wir Schokoobers hergestellt (siehe Foto, auf dem ich die Torte einstreiche).

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Desweiteren durfte ich viele weitere Tortensorten schneiden und verpacken (siehe Foto).

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Morgen stellen wir Topfenobers her und was genau das ist, erfahrt ihr morgen …

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Mittwoch, 03.10.2018

Während die meisten von Euch heute wahrscheinlich den Feiertag genossen haben, hatte ich in Wien einen ganz normalen Arbeitstag.

Gestern habe ich Euch ja schon berichtet, dass ich heute Topfenobers herstellen darf. Vielleicht können sich ein paar von Euch vorstellen, was das ist. “Topfen” ist in Österreich der Begriff für Quark, “Obers” wird hier die Schlagsahne genannt. Also haben wir Käse-Sahne hergestellt.

Danach durfe ich beim Dekorieren und Verzieren von Lebkuchenweihnachtsbäumen helfen. Die Weihnachtsbäume haben wir mit gefärbtem Zuckerguss und selbst hergestellter Fondantdekoration geschmückt.

Es war für mich wieder ein sehr interessanter, lehrreicher und schöner Arbeitstag.

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Donnerstag, 04.10.2018

Wir starteten heute mit dem Ausgarnieren von den Esterhàzy-Torten. Zuerst kam eine dünne Schicht Aprikosengelee auf die Torte, danach eine Schicht flüssiger Fondant, diese Schichten wurden jeweils glattgestrichen. Dann wurde flüssige Kuvertüre dünn mit dem Spritzbeutel auf die Torte aufgebracht und mit Hilfe eines Messers zu einem Muster gezogen (siehe Foto). Zum Schluss kamen geröstete Mandeln an den Rand.

Den restlichen Tag haben wir wieder Weihnachtsbäume aus Lebkuchen verziert und dekoriert.

Wiederschaun (wie man hier in Wien sagt) und bis morgen!

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Freitag, 05.10.2018

Heute ist schon der letzte Tag meiner ersten Praktikumswoche, die Zeit vergeht viel zu schnell.

Nach dem Herstellen verschiedener Torten haben wir wieder Lebkuchentannenbäume dekoriert und verziert – aber diesmal in groß.

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Samstag. 06.10.2018

Hoch die Hände Wochenende – Zeit Wien ein bisschen zu erkunden!

Organisiert durch die Wirtschaftskammer ging es für unsere gesamte Gruppe hinab in die Kanalisation der Wiener Unterwelt, wo wir die Originaldrehorte des Films “Der 3. Mann” besichtigen konnten.

Endlich wieder an der frischen Luft, besuchten wir noch das Schloss Schönbrunn.

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Sonntag, 07.10.2018

Sonntag ist Tortentag!

Nachdem wir zunächst ein wenig die Stadt und die kleinen Gassen von Wien erkundet haben, gönnten wir uns ein Stück Esterhàzytorte in der Konditorei “Sluka”.

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Getreu dem Tagesmotto schauten wir uns dann noch einige bekannte Konditoreien an, natürlich auch das Hotel Sacher. Für eine Sachertorte (16cm Durchmesser, 680 Gramm) bezahlt man dort 38 Euro.

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Den Freizeitpark “Prater” wollten wir natürlich auch mal erkunden.

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Zum Abschluss des Tages aßen wir alle zusammen im Restaurant “Gmoakeller” zu abend.

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Montag, 08.10.2018

Heute habe ich mit Marzipan gearbeitet.
Zuerst habe ich grünen Marzipan ausgerollt und daraus Blätter ausgestochen.
Diese wurden später als Tortendekoration verwendet.

Anschließend wurden von uns Nikolausfiguren aus Marzipan angefertigt.
Für das Gesicht habe ich rosa Kreise aus Marzipan ausgestochen und aus ungefärbtem Marzipan
habe ich eine Form für den Bart und die Haare ausgestochen.

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Dienstag, 09.10.2018

Während eine Konditorin die Nikoläuse, mit denen wir gestern begonnen haben, fertiggestellt hat, habe ich Nikolausköpfe aus Marzipan hergestellt.

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Dann kamen wir zu einer Tätigkeit, auf die ich mich schon seit Tagen freue. Wir haben angefangen, Einzelteile aus Lebkuchen für Lebkuchenhäuser mit halben Mandeln, halben Walnüssen, kleinen Tannenbäumen aus Marzipan, Belegkirschen und gefärbter Zuckerspritzglasur zu dekorieren. Zusammengebaut werden sie aber erst morgen.

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Mittwoch, 10.10.2018

Heute morgen wurde ich zunächst in der Tortendekoration eingesetzt.

Später wurden die Lebkuchenhäuser, die wir gestern schon vorbereitet haben, zusammengesetzt und dekoriert. Danach haben wir, wie gestern, neue Lebkuchenteile verziert und dekoriert, damit sie morgen wieder zusammengesetzt werden können.

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Donnerstag, 11.10.2018

Zuerst möchte ich Euch von dem tollen Abend berichten, den wir gestern hatten. Die Wirtschaftskammer Wien hat unsere ganze Gruppe zu einem Abendessen in den Donau-Turm eingeladen. Der Turm ist 170 m hoch. In dem Restaurant oben im Turm hat man einen bombastischen Ausblick über Wien, besonders da sich das Restaurant langsam dreht. Dort haben wir wirklich fürstlich gespeist.

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Heute habe ich dann mit einer Konditorin lactose- und glutenfreien Mohngugelhupf und Böden für Mohn-Topfentorte gebacken.

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Später klebten wir die Einzelteile vom Lebkuchenhaus, die wir gestern verziert haben, mit Kuvertüre zusammen. Danach dekorierten und verzierten wir wieder Einzelteile von den Lebkuchenhäusern, damit wir diese morgen fertigstellen können.

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Freitag, 12.10.2018

An meinem letzten Praktikumstag hier in Wien haben wir zuerst Mohn-Gugelhupf gebacken. Danach setzten wir Mohn-Topfentorten ein, für die wir gestern die Böden gebacken haben. In der Zwischenzeit fertigte eine Konditorin die Körper für die Nikolausköpfe, die ich vor ein paar Tagen hergestellt habe. Die Körper bestehen aus verschiedenem getrocknetem Obst.

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Den restlichen Arbeitstag bauten wir wieder Lebkuchenhäuser zusammen und verzierten sie und dekorierten sie aus. Mein letzter Praktikumstag bei der L. Heiner Hofzuckerbäckerei verging wie im Flug. Nach einem Abschlussgespräch, in dem ich auch mein Praktikumszeugnis und das aktuellste Backbuch der Konditorei erhielt, hieß es Abschied nehmen.

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Samstag, 13.10.2018

Gegen Mittag machten wir (12 Auszubildende im Handwerk, wie z.B. die Ausbildungsberufe Elektriker, Goldschmiedin, Fotografin, Maler und Lakierer) uns wieder auf den Weg nach Hause.

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“Wiederschaun Wien”

Abschließend möchte ich sagen, dass mir mein Praktikum sehr gut gefallen hat, am liebsten wäre ich noch etwas länger geblieben. Ich kann nur jedem raten, der diese Chance bekommt, sie auch zu nutzen. Es war eine sehr lehrreiche Zeit für mich, in der ich auch viele neue Leute kennenlernen durfte.

Mein Dank gilt vor allem meinem Ausbildungsbetrieb “Die Lohner`s”, die mir das Auslandspraktikum samt aller tollen Erfahrungen ermöglicht haben.